DER PUTSCHVERSUCH DER FETÖ AM 15. JULI 2016

DER PUTSCHVERSUCH DER FETÖ AM 15. JULI 2016

  • Dünya
  • Pazartesi 03.10.2016 15:59

WAS IST FETÖ?

Das Akronym FETÖ steht für die Terrororganisation Fethullah Gülens. Fethullah Gülen ist ein pensionierter Prediger, dessen kriminelle Vereinigung in den 1970er Jahren als eine Bewegung im Bildungssektor in Erscheinung trat. Die FETÖ stellt sich selbst als eine lediglich der Ausbildung von Menschen gewidmeten ehrenamtlichen Organisation dar. Die Mitglieder dieser terroristischen Gruppierung sind durch eine ausgeprägte Infrastruktur vernetzt und stellen sich gegenüber dem Ausland als Friedens- und Bildungsboten zur Schau. Doch betrachtet man hingegen die Organisierung dieser Mitglieder in der Türkei – aber auch im Ausland –, dann ist zu bemerken, dass diese Menschen ihre wahren Identitäten umhüllen, um mit den unterschiedlichsten Schein-Identitäten (als Sozialdemokrat, Liberaler, Konservativer, Religiöser) v.a. kritische Posten des Militärs, der Justiz, der Polizei, des Geheimdiensts und der Bürokratie zu unterwandern. Diese Tatsache lässt die wahre Absicht der vermeintlich ehrenamtlichen Organisation erkennen.

WAS IST PASSIERT?

Es wurde am 15. Juli 2016 durch Teile des Militärs, die der Terrororganisation des im USAmerikanischen Bundesstaat Pennsylvania ansässigen Fethullah Gülens zugehören, ein Putschversuch unternommen. Dieser Versuch der Putschisten, die Macht zu ergreifen, konnte dank des beispielhaften Widerstands der Zivilbevölkerung und durch das Dagegensetzen des restlichen Staatsapparats einen Misserfolg erleiden. ZIEL UND ZWECK DIESER TERRORGRUPPE? In jedem Land, in dem die FETÖ organisiert und aktiv ist, pflegt sie die selbe Strategie. Unter dem Deckmantel von Schulen, Bildungs-/Kulturzentren, Berufsvereinigungen oder NGOs, planen sie die Unterwanderung strategisch wichtiger Institutionen, um sich der Regierungen zu bemächtigen. Angesichts des abartigen religiösen Wahns dieser Mitglieder, werden sämtliche illegale und kriminelle Mitteln, wie bspw. Verleumdungen und Komplotte, deren sie sich bedienen, als gerechtfertigt betrachtet. Aufgrund jahrelanger heimlicher Erziehung und geheimer Indoktrination, verfügt die FETÖ über eine den normalen Bürger überfordernde, ausgezeichnete Professionalität. Ihre Mitglieder agieren mit einer radikalen ''Hingabe'' und sehen sich selbst als ''die Ausgewählten''. Sie sind in der Lage, ihre Identitäten zu wechseln und wenn es erforderlich ist, können sie auch alle möglichen Straftaten, wie auch einen Mord, begehen. WAS HAT DIE

FETÖ BISLANG GETAN?

Insbesondere in den letzten 10 Jahren haben Richter, Staatsanwälte und Sicherheitsbeamte, die den geheimen Zielen der FETÖ dienen, unzählige Militärs, Polizisten, Bürokraten, Journalisten, Wissenschaftler und Schriftsteller mittels verfälschter Beweise zu massiven Haftstrafen verurteilt. Damit war die Ergreifung jedweder Staatsbehörden und Staatsämter gezielt verfolgt worden. Als FETÖ sich selbst als genügend mächtig eingeschätzt hatte, um sich über das System zu bemächtigen, unternahm sie den ersten Putschversuch gegen die Regierung im Februar 2012. Dieser richtete sich gegen den Geheimdienstchef Hakan Fidan (MIT). Als Begründung wurden die Gespräche Fidans im Hinblick auf die Lösung des Kurdenproblems angeführt. Der zweite Putschversuch der FETÖ erfolgte am 17. und 25. Dezember 2013. Danach versuchte man auf der Grundlage erfundener und unechter Behauptungen, die Regierungsmitglieder zu verhaften. Die Terrorgruppe präsentiert sich selbst als eine friedliebende religiöse Bewegung und missbraucht Begriffe, wie Toleranz und Dialog. Doch tatsächlich ist sie durch Unterwanderung von Sicherheits-, Nachrichtendienst- und Justizbehörden in illegale politische Aktivitäten verwickelt.

WAS GESCHAH AM 15. JULI 2016?

Am 15. Juli 2016 unternahm die im Militär eingenistete FETÖ mit etlichen Kampfflugzeugen und Kampfhubschraubern einen erneuten Putschversuch. Zivilisten, die auf den Straßen dagegen protestiert hatten, wurden von Kampfpanzern der Putschisten überfahren und zerdrückt. Die FETÖ hat in Ankara und in Istanbul das Präsidialamt, das Parlament, die Polizei und andere öffentliche Gebäuden bombardiert. Daneben wurden auf zivile Demonstranten von Kampfjets aus Bomben abgeworfen und zudem wurde versucht, ein Attentat auf den Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu verüben. Der Putschversuch scheiterte am Widerstand des Volks gemeinsam mit den anderen staatlichen Komponenten. Während des Putschversuchs haben 173 Zivilisten, 62 Polizisten und 5 Soldaten ihr Leben verloren. Zudem wurden bei den Angriffen der Putschisten 1491 Menschen verletzt. Wäre der Putschversuch erfolgreich gewesen, hätten tausende unschuldige Menschen ihr Leben verloren, die Demokratie und die Freiheiten wären abgeschafft und eine militärische Diktatur im Einklang mit den abartig religiösen Ansichten Fetullah Gülens wäre errichtet. Gegen diesen brutalen Putschversuch hat sich das gesamte Volk, d.h. unterschiedlichste Teile der Gesellschaft, sprich verschiedene politische Parteien, Gewerkschaften, NGOs, Presse und Wirtschaftsvertreter dagegengesetzt. Der Putschversuch wurde somit niedergeschlagen, staatliche Institutionen konnten derweil ihre gewöhnliche Arbeit durchaus wieder aufnehmen.

GEFÄHRDET DIE FETÖ NUR DIE TÜRKEI?

Wie bereits bei dem letzten Putschversuch zu sehen war, kennt die FETÖ keine Grenzen, keine Prinzipien und keine Rechtsnormen, wenn es um die Errichtung einer militärischen Diktatur geht, die auf abartig religiösen Ansichten beruht. Im Rahmen des Putschversuchs am 15. Juli 2016 wurden mit Tötungsabsicht unmittelbare Angriffe auf unbewaffnete Zivilisten vorgenommen. Eine Bewegung/NGO, die vermeintlich für Friedens- und Dialogkonzepte wirbt, dürfte normalerweise und unter keinen Umständen mit solchen strategischen Bereichen in Verbindung stehen, in der sie jedoch in der Tat organisiert ist. Aufgrund jahrelanger Ausbildung und methodischer Erziehung, verschleiern die FETÖ-Mitglieder ihre Identitäten, täuschen andere und lehnen alles ab, was sie getan haben. Angesichts ihrer pathologisch religiösen Weltanschauung, ihrer verheimlichten Agenda, ihrer Bereitschaft, mit allen Mitteln ihre Ziele zu erreichen, ist diese kriminelle Vereinigung nicht nur eine Gefährdung für die Türkei. Vielmehr stellt sie eine Gefahr für alle Regierungen und Menschen in jenen Ländern dar, in denen sie aktiv operiert.

WAS IST ZU TUN?

Als die gesamte Menschheitsfamilie müssen wir gemeinsam, alle Terrororganisationen, die religiöse Werte nach ihren abartigen und krankhaften Vorstellungen interpretieren, wie die FETÖ, die ISIS oder die Boko Haram, bekämpfen. Wir werden die Unterstützung unserer Bürger und Verwandten im Ausland, der internationalen Organisationen und der Individuen, die den Volkswillen, die Menschenrechte und Grundfreiheiten respektieren, bei dem ehrenvollen Widerstand unserer Nation nicht vergessen. Hiermit möchten wir deshalb nochmals den unmenschlichen und blutigen Putschversuch auf das Schärfste verurteilen. Wir wünschen unseren Zivilisten, Soldaten und Polizisten, die als Märtyrer gefallen sind, dass Gott ihren Seelen gnädig sein wird und für die Verwundeten wünschen wir eine baldige Genesung.

BİZE ULAŞIN